Pianist mit Verdachtsdiagnose Fokale Dystonie

Pianist mit Verdachtsdiagnose Fokaler Dystonie 
Patientenbeispiel vom Dr. Friedrich Molsberger, Berlin, Februar 2009

Ein Pianist Anfang 40 klagt über seit mehr als 4 Jahren bestehende Fehlfunktionen der rechten Hand. Der Daumen lässt sich nicht ausreichend abspreizen und der 3te und 4te Finger können beim Spiel nicht unabhängig voneinander bewegt werden. Dadurch ist das Spielen großer Akkorde und rascher Läufe nur stark eingeschränkt möglich. Die Karriere stagniert, der Pianist hat sich auf das Komponieren verlegt. In einer Spezialambulanz wurde vor 4 Jahren die Verdachtsdiagnose Fokale Dystonie gestellt, die empfohlene Medikation und Botoxinjektionen lehnte der Patient bisher ab. Akupunktur und Osteopathie brachten bisher keine durchgreifende Besserung. Erstmals traten die Beschwerden nach Wechseln von Winterrädern des Autos auf.

Untersuchungsmethode: Muskelfunktionsdiagnostik nach den Regeln der Professionellen Applied Kinesiology. Es finden sich verschieden deutliche Zeichen peripherer muskulärer Dysfunktioen (u.a. M. abduktor pollicis brevis, M. interossei et lumbricales, M. supinator), sowie Dysfunktionen der Halswirbelsäule und des Craniosacralen Systems.

Diagnose: Supinator-Engpasssyndrom, beginnendes Carpaltunnel-Syndrom, Blockierungen der Halswirbelsäule (HWS), Craniosacrale Dysfunktionen

Therapie: Manuelle Therapie der Muskeldysfunktionsmuster, der Halswirbelsäule (HWS) und des Craniosacralen Systems. Therapiesteuerung mit Professsioller Applied Kinesiology.

Ergebnis: Sofort nach der Behandlung kann der Patient in der Praxis deutlich leichter große Akkorde greifen und leichter Läufe in Bezug auf die Funktion des 3ten und 4ten Fingers spielen. Weitere Termine werden vereinbart

Fazit: Die Verbesserung der Beschwerden macht die Verdachtsdiagnose Fokale Dystonie als einzige Erklärung der Beschwerden unwahrscheinlich. Bei der Verdachtsdiagnose Fokale Dystonie sollte auch auf komplexe periphere Muskeldysfunktionsmuster hin untersucht und behandelt werden. Die Professionelle Applied Kinesiology ist hierfür ein geeignetes diagnostisches Instrument.