Musikermedizin - was ist das?

Die körperliche und psychische Belastung eines Berufsmusikers oder Sängers ähnelt in vielerlei Hinsicht der eines Leistungssportlers. Jedoch ist die Karriere im Schnitt 30 Jahre länger. In der Musikermedizin spielt Prävention eine entscheidende Rolle. Die beste Prävention ist das genussvolle Spiel und die unmittelbare natürliche Verbindung mit dem Instrument. Prävention beginnt früh mit geeignetem Unterricht. Doch muss etwas getan werden, wenn ein Schaden eingetreten ist. Dann reicht eine technische Korrektur des Spiels und vermehrtes Üben nicht aus. Die Probleme werden ernst, wenn der Musiker seine Defizite nicht mehr kompensieren kann. Zu den körperlichen Problemen kommen psychische hinzu - die Angst vor dem nächsten Auftritt - oder gar existenzielle Nöte. Therapeutische Hilfe  jetzt wichtig und berührt alle Fachbereiche der Medizin. 

Musikermedizin heute hat viele Aspekte. Musiker klagen häufig über Überlastungssyndrome des Bewegungsappartes, über neurologische Beschwerden durch repetitive Bewegungsabläufe oder über Auftrittsängste wegen der Anforderung an die Psyche und die Feinsinnigkeit. Diesen verschiedenen Aspekten muss jede Behandlung eines Musikers Rechnung tragen.